Beiträge von Surfcity2024

    :thumbup:


    Ja, insbesondere zahlt ja die gegnerische Versicherung den Gutachter. Dann könnte auch mal festgestellt werden, ob noch andere Schäden vorliegen (Rahmen, Lenkung) was bislang noch vollkommen unklar ist. Als ich bereits einen Tag nach dem Unfall anbot, einen Gutachter im Namen von Lynk zu beauftragen, bekam ich zu hören: "Der Wagen ist unser Eigentum, wir kümmern uns darum"


    Wenn kein Personal da ist, kann sich auch niemand kümmern, es geht alles vor die Hunde.

    Die Reaktion von Lynk:


    Hallo XXXXX,

    vielen Dank für deine Nachricht. Die Zahlungserinnerungen werden automatisiert über unseren Finanzpartner geschickt, sobald ausstehende Beiträge vorhanden sind. Du beziehst dich in einer deiner Mails auf § 536 des BGB auf eine Mietminderung bei Sach- und Rechtsmängeln für ein Mietverhältnis über Wohnraum! Gerne verweise ich aber auf Paragraf 434 des BGB.

    Die Sache ist frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang den subjektiven Anforderungen, den objektiven Anforderungen und den Montageanforderungen dieser Vorschrift entspricht.

    Dies entspricht der Nutzung des von dir genutzten Lynk & Co 01. Es liegt durchaus ein Schaden an der Beifahrertür an deinem abonnierten 01 vor, der aber die Sicherheit noch die Nutzung des Fahrzeugs beeinträchtigt.

    Ich möchte auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir die Nutzung der Lynk & Co Carsharing-Plattform bereitstellen, dies jedoch kein Vertragsbestandteil der monatlichen Leistung ist und somit kein Rechtsanspruch besteht:


    Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Lynk & Co Simple Car Sharing

    Gerne gehe ich auch auf die von dir erwähnte Nichterfüllung der AGB-Ziffer 16.1 ein.

    Sollte dein 01 Mängel oder Fehler aufweisen, die die Nutzung des Abonnementautos beeinträchtigen, werden wir, solange der Mangel oder der Fehler nicht auf deinen Fehlgebrauch des Abonnementautos zurückzuführen ist, das Abonnementauto nach unserer Wahl reparieren oder ersetzen. Eine Minderung des monatlichen Beitrags deinerseits entbehrt jeglicher Rechtsgrundlage und wir fordern dich auf, die ausstehenden Beiträge umgehend zu überweisen. Dir steht es jederzeit frei, dein Abonnement zu beenden; solltest du mit dem oben angeführten nicht einverstanden sein.

    Es freut mich, dass ich zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen konnte und stehe dir gerne zur Seite, solltest du wieder einmal Unterstützung benötigen.


    Herzliche Grüße

    Winston

    Lynk & Co




    Meine Antwort:


    Hallo Winston,

    richtig ist zwar, dass § 434 BGB das Mietobjekt bei Übergabe regelt, aber das spielt hier deshalb keine Rolle, weil der Schaden später aufgetreten ist. Hier greift § 536 Absatz 2, der klar sagt, das Recht zur Mietminderung ergibt sich auch, wenn "eine zugesicherte Eigenschaft später wegfällt". Und genau das ist passiert, die Eigenschaften "neuwertig" und "Car-Sharing" sind weggefallen.


    Dass das Car-Sharing kein Vertragsbestandteil sein soll, sehe ich anders. Ihr wirbt mit Car-Sharing auf euerer Webseite, diese Eigenschaften werden mitverkauft. Ihr könnt nicht mit etwas werben, und es dann in den AGB ausschließen, das wird euch kein Gericht der Welt zugestehen.


    Auf die Verletzung 16.1 bist du nicht eingegangen, du hast nur den Punkt zitiert. Mängel oder Fehler lagen definitiv durch den Wegfall o. g. Eigenschaften vor, Ihr habt ja noch nicht mal einen Gutachter geschickt, der sich den Schaden anschaut und die Schadenshöhe bestimmt. Ich bin nunmehr 2,5 Monate mit einem verbeulten Auto durch die Gegend gefahren, ohne auch die Möglichkeit zu haben, Car-Sharing anzubieten, da der Wagen seit 2,5 Monaten unrepariert ist.


    Ich schlage also den Kompromiss vor, euch den Wagen am 29. Juli, also diesen Monat, zurückzugeben.


    Viele Grüße





    Heute erhielt ich den Anruf eines Lynk-Mitarbeiters, der mit mir den Liefertermin für den zugesagten Austauschwagen vereinbaren wollte. Dies machten wir auch und legten nächste Woche fest. Und nun die Überraschung: selbstverständlich müsse ich alle Aboraten voll bezahlen, denn in den Lynk-Geschäftsbedingungen gäbe es keine finanziellen Entschädigungen oder Minderungen. Daraufhin entgegnete ich, dass ein Minderungsrecht aus dem deutschen BGB resultiert, welches "über" den AGB´s von Lynk steht. Da meinte der Mitarbeiter, das könne er nicht beurteilen, er sei kein Jurist, die gäbe es in der Finanzabteilung. Nun regte ich an, dass mich mal ein Mitarbeiter aus der Finanzabteilung, der in dieser Sache entscheidungsbefugt wäre, zurückrufen soll. Da hieß es, die würden nicht direkt mit Kunden reden, er könne das nur so weitergeben und mir dann eine Antwort übermitteln (!) Er bot mir aber als "Entschädigung" für den ganzen Ärger 750 Frei-Kilometer an (!) Ich wusste tatsächlich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Ich bin dann so mit ihm verblieben, dass wir den Austauschtermin vorerst auf Eis legen, bis mich ein "kompetenter" Mitarbeiter mit Entscheidungsbefugnis zurückruft, und wenn wir uns nicht einigen, dann darf Lynk den Wagen bei mir abholen, ohne dass ich einen Austauschwagen benötige, das tue ich mir dann nicht nochmal an. Ach ja, aufgrund Personalmangel, das erfuhr ich so nebenbei, konnte mein Unfall noch gar nicht bearbeitet werden, man hätte der gegnerischen Versicherung noch gar nicht geantwortet (!) man würde es aber ins Auge fassen. Da kann man jetzt nichts mehr sagen ...


    Die ganze Klärung der Angelegenheit scheitert also voraussichtlich daran, dass es überhaupt niemanden gibt, der sich dafür zuständig sieht.


    Aktuelle Ergänzung: Lynk hat mir nun abends nach dem o. g. Telefonat die "letzte" Zahlungserinnerung, also die zweite insgesamt zugesandt mit der Androhung gerichtlicher Schritte. Offenbar hat dort niemand den gesetzlichen Hintergrund meiner Minderung begriffen, also geht die Sache nun vor Gericht, genau dort gehört sie auch hin!


    Update, mein Schreiben an Lynk nach der zweiten Zahlungserinnerung:


    "Hallo Lynk-Team, bitte beachtet meine bisherigen Emails an euch.

    Ich zahle für ein verbeultes und beschädigtes Auto nicht die volle Aborate und ihr seid seit 2,5 Monaten keiner Nachbesserung nachgekommen, ihr beachtet Punkt 16.1 euerer eigenen AGB nicht und der Wagen ist durch die Beschädigung nicht mehr neuwertig oder vermietbar. Mein gesetzliches Minderungsrecht beruht auf § 536 BGB Absatz 1: für die Zeit, in der die Tauglichkeit der Mietsache beeinträchtigt ist, hat der Mieter nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Die BGB-Paragraphen stehen *über* euerer AGB, beachtet das bitte.

    Ihr könnt nicht meine gesetzlich legale Mietminderung ignorieren und das Mahnverfahren einfach weiter betreiben, als wäre ich im Zahlungsverzug. Es liegt kein Zahlungsverzug vor, sondern eine legale Minderung.

    Es ist dringend erforderlich, dass mich ein kompetenter Sachbearbeiter mit Entscheidungsbefugnis zurückruft, damit wir eine Einigung herbeiführen können, denn ich bin im Grunde genommen mit dem Wagen zufrieden und würde ihn gerne weiterfahren (nach der Nachbesserung oder dem Austausch)"

    Ich musste Lynk immer an alle Mails erinnern und selbst nach den Erinnerungen musste man noch locker so ~2 Wochen warten. Aber schon mal schön zu hören, dass du wenigstens ein Angebot für ein neues Auto bekommen hast :thumbup:

    Ja, die linke Hand machte mir tatsächlich das Angebot, und da allerdings die rechte Hand offenbar nichts davon wusste, sandte dir mir eine Mahnung, die heute abläuft ... Jetzt fehlt nur noch die Hand in der Mitte, die alles wieder korrigiert, in welche Richtung auch immer ?(

    Katastrophe...


    Die sind einfach resistent und es ist denen scheiß egal scheinbar.

    Gegen Resistenz ist Minderung ein legitimes Mittel. Zwischenzeitlich frage ich mich ernsthaft, welche Gegenleistung eigentlich die 200 Euro Sonderzahlung zum Beginn des Abos beinhaltet. Weiß das einer von euch? Worin besteht der Gegenwert?

    Heute habe ich nicht schlecht gestaunt, als mir Lynk die zweite Zahlungserinnerung/Mahnung per Email zusandte. Darauf habe ich dann wie folgt geantwortet:


    "Hallo Lynk-Team,

    euere zweite Zahlungserinnerung überrascht. Wir hatten doch schon nach der ersten Zahlungserinnerung soweit alles geklärt, siehe auch meine Mail vom 24. Juni 2024.


    Für den seit zwei Monaten von euch nicht reparierten bzw. ausgetauschten Wagen habt ihr euch bei mir entschuldigt, und wir haben einen Übergabepunkt für einen neuen Wagen festgelegt, ihr wolltet mir noch den Termin mitteilen.


    Wegen Nichteinhaltung euerer AGB hatte ich von meinem gesetzlichen Minderungsrecht gemäß BGB Gebrauch gemacht, so dass der Zeitraum vom 29. April bis zum 29. Juni 2024 bezahlt ist.


    Bitte klärt das umgehend und storniert die zweite Zahlungserinnerung, es scheint so zu sein, dass hier verschiedene Mitarbeiter agieren, wobei der eine nicht weiß, was der andere bereits mit mir vereinbarte. Bei Fragen könnt ihr mich auch direkt telefonisch kontaktieren."


    Den Austauschwagen habe ich übrigens immer noch nicht, mal schauen, wie lange das noch dauert. Solange ich den Unfallwagen fahren muss, zahle ich nur die Hälfte der Abo-Rate. Ich dachte, das wäre jetzt erledigt, aber offenbar geht das wieder von vorne los.

    Aber selbst wenn keine Autos da wären, wenn sie Geld brauchen, wäre doch in meinem Fall die gegnerische Versicherung eingesprungen und hätte alles bezahlt. Selbst das von Lynk beauftragte Gutachten wäre bezahlt worden. Aber es gab ja nie eines. Vielleicht wurde auch ohne vorherige Schadenbegutachtung eine Einigung erzielt, so dass die komplette Tür zzgl. Wertverlust und Arbeitslohn schon ersetzt wurde. Dann wäre es natürlich kein feiner Zug gewesen, mich einfach mit dem Schaden weiterfahren zu lassen, aber das ist jetzt nur Spekulation.

    Update: Auf mein Schreiben mit der bereits durchgeführten Minderung bekam ich innerhalb von zwei Tagen eine Reaktion, und mir wurde ein "frischer" Austauschwagen angeboten, gleichzeitig drückte Lynk Bedauern darüber aus, dass die Reparatur so lange dauern würde. Als Übergabepunkt habe ich meine Adresse festgelegt, Termin wird mir dann noch mitgeteilt.

    Danke für die guten Wünsche, ich glaube aber nicht, dass ich mir um den TÜV noch Gedanken machen muss. Die werden wohl alles ignorieren, ausserordentlich kündigen und das Mahnverfahren durchziehen, würde mich wundern, wenn da jemand einlenkt. Hat ja bisher auch niemand gemacht.


    Eigentlich müsste man ja zusätzlich zur Minderung noch Schmerzensgeld verlangen, dass man mit einem verbeulten Auto zwei Monate durch die Gegend fahren muss.